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Recht8. Mai 2026Aktualisiert Mai 202610 Min. Lesezeit

Synthetische Medien und das Recht: Ihre Rechte, wenn jemand ein Deepfake von Ihnen erstellt

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SJ · Redaktion SUS IT

SJ ist Musikproduzent und Audio-Forensik-Forscher mit 12 Jahren Branchenerfahrung.

Ein praktischer Rechtsleitfaden zu Ihren Rechten, wenn jemand KI nutzt, um ein Deepfake von Ihnen zu erstellen – mit Themen wie Verleumdung, Bildrechte, Belästigungsrecht und wie man vorgeht.

Herauszufinden, dass jemand ein Deepfake von Ihnen erstellt hat – ein synthetisches Video, einen Audioclip oder ein Bild mit Ihrem Gesicht oder Ihrer Stimme ohne Ihre Zustimmung – ist desorientierend und erschreckend. Ob es sich um ein sexuell explizites Deepfake handelt, ein gefälschtes Video, in dem Sie etwas sagen, das Sie nie gesagt haben, oder KI-generiertes Audio Ihrer Stimme, das für einen Betrug verwendet wird – Sie haben rechtliche Möglichkeiten.

Die Rechtslage im Jahr 2026

Es gibt kein einheitliches umfassendes 'Deepfake-Gesetz' in den Vereinigten Staaten, aber ein Flickenteppich aus Bundes- und Staatsgesetzen deckt die meisten Schäden ab, die Deepfakes verursachen. Zusätzlich schaffen der EU-KI-Act und der Digital Services Act durchsetzbare Rechte für EU-Bürger. Die Ihnen zur Verfügung stehenden rechtlichen Instrumente hängen davon ab, welche Art von Deepfake erstellt wurde, wer es erstellt hat und wo Sie und der Ersteller sich befinden.

Nicht-konsentierte intime Abbildungen (NCII)

Wenn jemand ein sexuell explizites Deepfake von Ihnen erstellt, haben jetzt 47 US-Bundesstaaten spezifische NCII-Gesetze, die auf synthetische Medien anwendbar sind. Der föderale DEFIANCE Act (2024) schuf eine bundesweite zivilrechtliche Haftung für die Erstellung oder Verbreitung nicht-konsentierter Deepfake-Intimbilder. Sie können den Ersteller auf Schadensersatz verklagen – Gerichte haben in frühen Fällen erhebliche Schadensersatzsummen zugesprochen.

Verleumdungsansprüche

Ein Deepfake, das falsche Tatsachenbehauptungen enthält – das Sie bei der Begehung eines Verbrechens zeigt, rassistische Aussagen machen lässt oder professionelles Fehlverhalten darstellt – ist möglicherweise verleumdend. Die Standard-Verleumdungselemente gelten: Der Inhalt muss falsch sein, an Dritte veröffentlicht worden sein und Ihnen Schaden zugefügt haben.

Recht am eigenen Bild

Die Verwendung Ihres Erscheinungsbildes oder Ihrer Stimme in einem kommerziellen Kontext ohne Zustimmung verletzt das Recht am eigenen Bild in den meisten US-Bundesstaaten und EU-Mitgliedstaaten. Dies gilt für KI-Stimmklone, die in der Werbung verwendet werden, und Deepfake-Auftritte, die zur Produktwerbung eingesetzt werden.

Wie man vorgeht

Schritt 1: Alles dokumentieren. Machen Sie Screenshots, speichern Sie die URL des Inhalts. Schritt 2: Fordern Sie die Entfernung von der Plattform über deren Missbrauchsmeldesystem an – große Plattformen haben beschleunigte Verfahren für synthetische Medien. Schritt 3: Konsultieren Sie einen Anwalt, der auf Internetrecht oder Medienrecht spezialisiert ist. Viele bieten kostenlose Erstberatungen an. Schritt 4: Erstatten Sie Anzeige bei der Strafverfolgung, wenn der Inhalt Belästigung, Stalking oder Betrug darstellt.

Plattformdurchsetzung

Alle großen Plattformen – YouTube, TikTok, Instagram, X, Reddit – haben Richtlinien gegen nicht-konsentierte synthetische Medien und beschleunigte Entfernungsverfahren. In der EU müssen Plattformen Inhalte innerhalb von 24 Stunden nach Benachrichtigung gemäß dem Digital Services Act entfernen.

Fazit

Das Recht rund um synthetische Medien entwickelt sich schnell. Ihre Rechte sind stärker als vor zwei Jahren, und Plattformen sind reaktionsschneller als zuvor. Dokumentieren Sie alles, nutzen Sie Plattform-Meldemechanismen und konsultieren Sie rechtlichen Beistand für ernsthafte Fälle.

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